Krone Medienkampagne gegen Fischer

In der Printausgabe des Standard vom 4. Juli war ein fiktives Gespräch zwischen Hans Dichand, Claus Pandi und Wolf Martin abgedruckt, welches die Zeit nach der von der Krone „gewonnenen“ österr. Bundespräsidentenwahl karikiert. Dabei überlegen die Protagonisten den Bundespräsidenten Erwin Pröll gegen Hansi Hinterseer auszutauschen.

In der Karikatur noch witzig, zeigt sich in der Sonntagsausgabe der Krone vom 5. Juli 2009  nun schon die Kampagne, die die Krone wohl die nächsten Monate führen wird: Claus Pandi schreibt auf Seite 4 über Fischer, in der Leserbriefsektion ist ein deutlich hervorgehobener kritischer Beitrag abgedruckt, beide mit identem Grundtenor: Fischer ist untätig, er ist konturlos, traut sich nicht für Österreich einzustehen. Pandi geht noch einen Schritt weiter und unterstellt Fischer, in zwielichtige Geschäfte verwickelt zu sein („Aber Fischer wäre nicht Fischer, wäre letztlich juristisch nicht alles wasserdicht„).

Ich schreibe normalerweise nicht über Politik, in diesem Fall finde ich die Absichten der Krone aber (wieder mal) so abscheulich, dass mir unmittelbar nur diese Form des Protests einfällt. Wär es zu einfältig zu glauben, dass sich nun auch jemand von der ÖVP gegen die Kampagnisierung der Krone stellt – vielleicht Pröll selbst?

Auf Facebook gibts übrigens die Gruppe Wiederkandidatur von Heinz Fischer (4300 Mitglieder). Übrigens auch VdB for President – Van der Bellen 2010 (1000 Mitglieder) und Erwin Pröll soll Bundespräsident werden (680 Mitglieder). Die Gruppe Gegen massive Beeinflussung der Wahlergebnisse durch die Kronen Zeitung! hat leider mit 24 User noch etwas wenig zulauf.

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2 Kommentare on “Krone Medienkampagne gegen Fischer”

  1. Hari sagt:

    Facebook-Gemeinschaften stellen halt nicht den Meinungsquerschnitt des Wahlpöbels dar (vielleicht weil der eh keine echte Meinung hat).

    In Wahrheit gehts hier nicht um Fischer sondern darum die ÖVP zu verwirren. Die Dichand-‚Strategie‘ ist m.M. klar: Wenn Pröll BK werden würde, kann er nimmer Kanzler werden und ist aus der Entscheidungspolitik weg. Natürlich hat er daran kein Interesse, aber wenn er sagen würde dass er nicht BK werden will, dann schreibt die Krone dass er nicht für Österreich da sein will, und diese Gelegenheit beschwört sie. Krone-Populismus halt.

    Aber ich find mit dem Rumpelstilzchen Dichand sind wir eh noch gut bedient, siehe Murdoch oder Berlusconi, die führen ganz andere Sachen auf.
    Und mit dem Pröll bin ich auch nicht mitleidig… ich sag immer „jeder kriegt was er verdient“ 😉

    Ich bin gespannt ob die Kronekampagne einen sehr populären BK wie Fischer wirklich schädigen kann, oder ob es nicht doch der Krone schadet.

  2. mediaprinz sagt:

    Die Krone-Kampagne wird immmer schlimmer …

    Es gibt jetzt auch einen Watchblog dazu:
    http://mediaprinz.blogspot.com


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