Web 2.0 Expo Berlin 2. Tag

Mein erster Vortrag heute war von Stowe Boyd, „Better Media Plumbing for the Social Web„. Stowe hab ich auch letztes Jahr zum Thema „Building Social Applications“ gesehen, er ist immer einen Besuch Wert, auch wenn die Beschreibung der Session mehr verspricht als sich in 50 Minuten ausging. Stowe sieht einen Shift weg von Blogcommunity und Blogdiskussionen hin zu Diskussionen um die aggregierten Posts in Digg, Friendfeed usw. Er nennt dies „web of flow“ (vgl web of pages, web of data). Er regt die Etablierung einer „Infrastruktur“ an, die eine fragmentierte Darstellung der Mediaitems ohne die derzeitigen Limitierungen zulässt, d.h. das ursprüngliche Blogpost, der zugehörige Eintrag auf digg, friendfeed usw sollen in einer Weise gebündelt und verbunden werden, die dem Autor weiterhin eine Kontrolle über seinen Beitrag bietet (Verdienst am Ad Revenue, Auswertung der metrics, etc). Stowe beschränkt das, soweit ich verstanden habe nicht nur auf Blogposts, es trifft auch auf Kommentare (die derzeit der Blogbesitzer, nicht der Kommentierende besitzt), Fotos und Videos zu.

Der nächste Vortrag, den ich gern gesehen hätte wurde leider abgesagt, weil der Sprecher nicht aufgetaucht ist. Weiter gings mit IBM: Web 2.0 Goes to Work (der Vortrag war wirklich viel besser als der Titel), eine sehr gute Präsentation über die IBM intern verwendeten Software-Tools und Abläufe aus der Social Media / Web 2.0 Ecke. Sie verwenden Lotus Connections, wenn ich mich nicht getäuscht hab haben sie auch Atlassian Confluence im Einsatz. Witzig, bei IBM gibt es intern eine eigene „IBM Firefox Edition“. Von den verwendeten internen IBM Tools gibts alles was man aus dem offenen Netz kennt, Wikis, Social Bookmarking, Social Filesharing, Blogging, einen IBM Alumni Club – und das ganze angeblich sinnvoll und viel genutzt. Eine etwas ältere Version der Präsentationsfolien ist auf Slideshare zu finden.

Der Talk von Tim o’Reilly mit Martin Varsavsky (u.A. Gründer von FON – Open WiFi Community) war kurzweilig, der Vortrag von Saul Klein von Indexventures war ein Aufruf an die Startups, die Nerven nicht zu verlieren und in nächster Zeit die Burn rate runterzufahren – sehr unterhaltsam präsentiert, besonders der Vergleich „VC Number of Deals“ von 2001 und jetzt ist sehenswert (Folie 11).

Arduino versucht die Open Source Idee auf Hardware anzuwenden, violet.net (von denen ist der Nabaztag Rabbit) will die Welt mit RFID Tags vermessen – als erstes mal ein RFID Leser für jeden Computer und eine zentrale Datenbank aller Gegenstände (etwas verkürzt dargestellt, bei Interesse nachlesen, Grundidee fin ich gut, die Zentriertheit auf eine Firma dabei nicht so)

Am Nachmittag hab ich mich dann für die falschen Vorträge entschieden, da gibts nichts großartiges zu erzählen.

Ein paar Links:

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