Argumente gegen einen Corporate Blog contd.

Im Folder Travel 2.0 der Österreich Werbung (übrigens als Argumentarium für Web2.0 und Blogs sehr lesenswert) führt Robert Basic 10 Gründe an, warum man keinen Blog starten sollte:

  1. Sie haben mal gehört, dass Bloggen das neue Ding schlechthin ist und jetzt wollen Sie auch auf den Zug aufspringen. Wenn das der einzige Grund ist, dann geben Sie am besten vorher auf, bevor Sie nachher frustriert sind.
  2. Sie denken, Sie werden in kürzester Zeit hunderttausende von Lesern begeistern. Kennedy hatte sich die Reise zum Mond auch einfacher vorgestellt.
  3. Ihr größter Kritiker ist nicht der Leser, sondern hausintern die lieben Kollegen in den Führungspositionen. Sitzen Sie nicht fest im Sattel? Finger weg!
  4. Sie betrachten ein Blog als einen weiteren Kanal, um Ihre Pressemeldungen und Heilsbotschaften zu versenden? Es gibt Schlimmeres, aber wenig Schlechteres.
  5. Sie glauben zu wissen, was Ihre Kunden wollen und was sie über Ihre Firma denken? Wenn Sie keine Überraschungen mögen, sollten Sie lieber kein Blog aufmachen.
  6. Sie haben keine Zeit und Bloggen bringt Ihrem Geschäft sowieso nichts? Dann liegen Sie völlig richtig. Der Kunde soll kaufen und Ihnen nicht die Zeit mit Geschwätz stehlen.
  7. Wozu einem Hype aufsitzen, warten Sie, bis die Blase platzt. Das Internet ist sowieso überbewertet!
  8. Ihr Chef hat Sie via „Management by Helicopter“ zum Oberblogger ernannt und eigentlich haben Sie gar keine Lust dazu, mit Kunden zu reden? Lassen Sie den Helikopter fliegen, während Sie auf Tauchfahrt gehen.
  9. Es liegt am Blog, dass Ihr Geschäft einfach nicht zum Fliegen kommen will? Da haben Sie irgendwie Recht. Es liegt immer nur am Wasser, wenn die Ente nicht schwimmen kann.
  10. Überlassen Sie es der Konkurrenz, mit einem Blog neue Gefilde auszuloten und am nächsten Riff hängenzubleiben. Bleiben Sie im sicheren Heimathafen und setzen auf Bewährtes. Sie haben Zeit!

Der Travel 2.0 PDF-Folder greift viele dieser Argumente in weiterer Folge auf und erklärt sie weniger pointiert. Der Folder ist insgesamt gut gelungen und bietet interessante Beiträge von Dieter Rappolt, Hannes Treichl u.A., weiters Case Studies über zb Dopplr(me@dopplr) und Bikemap(übrigens, wers nicht weiss, es steckt eine österreichische Firma dahinter).

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