Kein Neujahrsvorsatz, sondern Resultat der letzten Grippewelle: während ich vor 2 Wochen meine Erkältung auskurierte, hab ich wieder mal über das Rauchen bzw das Nicht-Rauchen nachgedacht und gottseidank eine Packung Nicorette Inhalatoren zuhause gehabt (also Tipp an alle Raucher: Nicorette kaufen und horten).
Ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach ist, mit dem Rauchen aufzuhören (tock, tock) – die Nicorette Dinger sind in der Anwendung wie Zigaretten, schmecken auch etwas herb und helfen mir ziemlich, nicht an Zigaretten zu denken. Ich hatte bis jetzt noch keinen Moment, bei dem ich ernsthaft ans Rauchen gedacht hätte.
Die Nicorette Inhalatoren zu 42 Stück gibts für überteuerte 38€ in der heimischen Apotheke (angeraten sind 8-12 Stück pro Tag, ich komm problemlos mit ca 5-6 Stück aus), um die Hälfte online bei Pharmacy2u (kleine Rechnung: 20€ für 42 Stück, macht bei 6 Stück pro Tag ca Kosten von 3€).
Ich fänds jetzt noch super, wenn es die hässlichen weissen Inhalatoren, die mich jetzt wohl die nächten 6 Monate (=maximal empfohlene Anwendungsdauer) begleiten werden, in einer aufgemotzten Version gäbe, ich würde sofort online bestellen. Vielleicht in schwarz mit einem netten Motiv oder in Form einer Pfeiffe – hab leider nichts diesbezüglich gefunden.
Ich hab mal kurz drüber nachgedacht, einen Web 2.0 “quit smoking” service auszuprobieren - war mir aber dann schon in Gedanken zu blöd. Wenn es wen interessiert: Qwitter, Quitter iPhone App uä
Ich beobachte seit einiger Zeit die Entwicklung der Userzahlen auf den relevanten Social Community Plattformen im CEE Raum (Central Eastern Europe), um bei Kundenprojekten ein Argumentarium für den Einsatz einzelner Plattformen zu haben. Eine Plattform, bei der die Zuwachsraten an Benutzer immer noch beeindruckend sind, und die Details über den Facebook Werbeplaner auch detailliert zugängig, ist Facebook.
Die Userzahlen in Österreich im Segment 18+ (User = Person mit einem Facebook Profil, Alter 18 bis beliebig) haben sich von Juli 2008 bis heute (23. August 2009) von 103.000 auf 775.000 beinahe verachtfacht. In Tschechien haben sich die Zahlen im selben Zeitraum und Segment verzwanzigfacht (50.000 -> 1 Million).
Herkunft und Verlässlichkeit der Daten:
Ich habe die Daten im Laufe des letzten Jahres im Facebook Werbeplaner ermittelt. Die Bestimmung des Herkunftslandes auf Facebook dürfte einigermassen sicher sein. Eigenaussage Facebook: Facebook-Werbeanzeigen verwenden die IP-Adresse und die Profilinformationen eines Nutzers, um dessen Standort zu bestimmen. Für die Bestimmung des Alters muss sich Facebook auf die Profildaten der User verlassen, diese sind aber Bekanntermassen recht häufig korrekt.
Checkfacebook ist die Alternative zur Abfrage der Userzahlen und Segmente und stellt die Zahlen übersichtlicher dar als das Facebook Werbeplanungstool. Beide Tools stellen nur gegenwärtige Zahlen dar, ich hab mir die Mühe gemacht und meine aufgezeichneten Daten in ein Diagramm eingefügt.
Hier die Zahlen im Detail:
Erklärung zum Diagramm:
Ich habe nicht für alle Länder gleichzeitig begonnen, die Daten zu sammeln. Diese beginnen deshalb zu einem späteren Zeitpunkt der x-Achse
Für die meisten Länder hab ich das Alterssegment 18+ (Alter 18 bis beliebig) betrachtet. Bei Österreich und Schweiz sind auch die Gesamtzahlen (Alter beliebig bis beliebig) enthalten
Die Zahlen zeigen registrierte Userprofile zum Zeitpunkt x. Diese Zahlen sagen klarerweise nichts über die Aktivität der User aus
Wer zum Eigenstudium die Basisdaten bzw das Exceldiagramm haben will, bitte ich um ein Kommentar auf der Seite mit Emailadresse. Bei den Basisdaten sind noch die Zahlen von Deutschland und Frankreich enthalten.
Ich finde interessant, dass manche Verlaufskurven beinahe linear und relativ flach sind (Kroatien, Slowenien) während viele andere auf hohem Niveau nachwievor stark ansteigen (Schweiz, Griechenland, Israel). Wenn man die Schweizer Kurve genau ansieht sieht man, dass sie derzeit stärker bei den unter 18 jährigen wächst.
Die Schweiz finde ich hierbei generell ein Phänomen. Die Schweiz hat weniger Einwohner als Österreich aber derzeit ca doppelt soviele Facebook User (übrigens fast wie bei Israel und Griechenland). Da die Schweiz auch bei anderen Social Communities stärker vertreten ist als Österreich (Netlog) kanns wohl nur an der Kontaktfreude der Schweizer liegen.
Die Wiener sind ja leider nicht recht gesegnet mit der besten Erfindung, die das österreichische Fast Food seit jeher und für immer hervorgebracht hat: die/das Bosna/Bosner.
Kommt man von dort, wo der gemeine Würstelstand Bosnastandl heisst, muss man in Wien ja einiges ertragen: Bosna mit Bratwurst(die dicken), Bosna mit Käskrainer, kaltes ungetoastetes Weckerl (grad heute erlebt), ausschliesslich Senf drin und meistens im Geschmack furchtbar. Bei den Varianten, die Wikipedia für die Bosna kennt (Wikipedia -> Bosna), kann ich ausser kleine und grosse Bosna keine andere als authentisch gelten lassen.
Ich hab schon zig Imbissstuben in Wien ausprobiert und bin bis jetzt nur einmal nicht enttäuscht worden: Ein Würstlstand (Name mir unbekannt) direkt beim Abgang U6 Thaliastrasse (genau hier->Google Maps bzw siehe Karte weiter unten- Abgang von U6 Richtung Floridsdorf, gleich rechts neben einem Kebab Stand, Stadteinwärts gerichtet). Die Szenerie am Würstelstand ist zwar nichts für feinsinnige Geister, davon nicht abhalten lassen und eine grosse Bosna bestellen. Die ist für Wiener Verhältnisse ausgesprochen gut.
Schlechte Bosna hab ich schon viele gegessen in Wien, hier nur eine kleine Auswahl von besonders schlimmen Bosna Kreationen: am Südtirolerplatz, beim Südtiroler Würststand, gabs gestern ein Würstel im kalten Weckerl mit kalter Sauce, bei der U6 Nussdorferstrasse Zwiebeltrockengewürz mit fetter Bratwurst, auf der Mariahilferstrasse eine fette Bratwurst mit Senf ohne Ketchup.
Ich bin in meiner Suche nicht alleine, wie ich in einigen Foren gelesen habe. Da die Bosna auch in Linz nicht mehr das ist was sie mal war hier noch ein paar Tipps zum Selbermachen: Bei der Bäckerei Prindl am Gaussplatz gibts halbwegs passendes Gebäck in Form von guten Hot Dog Weckerl (die fast als Bosna Weckerl durchgehen), bei den Bratwürstel (Achtung: unbedingt Bratwürstel mit feinem Brat verwenden) sollte man zum Fleischer seines Vertrauens. Wenn man dann das Brot noch leicht toastet, Ketchup mit Senf und (sehr feinen) Zwiebel mischt und mit Curry und scharfem Paprikapulver verfeinert kann man schon fast nichts mehr falschmachen. Dann noch ein bissl Petersilie rein – es wär ja eh so einfach.
Warum beteiligen sich so viele Menschen in sozialen Medien (Social Media) und produzieren Leistungen, die dann von Anderen direkt oder indirekt zu Profit gemacht werden? Ich habe in den letzten Jahren Social Media Projekte sowohl im Intranet- als auch im Internetbereich gemacht und weitere beobachtet – die Frage der Motivationsfaktoren für die Partizipation in sozialen Medien wird aus meiner Sicht ihrer Wertigkeit entsprechend nicht fundiert genug behandelt und häufig auf den Faktor Selbstdarstellung reduziert. Dabei erinnert mich die Thematik an meine Zeit in Open Source Projekten, wo Aussenstehende die Frage nach der Motivation der Mitwirkenden an OSS auch ähnlich nebulös diskutiert haben. Darum habe ich versucht, weiter unten eine Liste der Motivationsfaktoren für die Beteiligung an Social Media zusammenzustellen.
Bei der Werbeplanung Summit in Wien hab ich wieder eine kurze Diskussion mitverfolgt, was die “User” eigentlich dazu treibt, sich willfährig zur “Produktionsmaschine” des “User generated Content” zu machen. Aus professionellen Gründen steht diese Problematik in den letzten 3 Jahren im Zentrum meiner Tätigkeit und ich bemerke, dass ich der Frage selbst noch nie wirklich projektübergreifend und analytisch auf den Grund gegangen bin. Eine Recherche im Internet bringt ausser sehr allgemein gehaltene Quellen (McKinsey Studie, die in die selbe Richtung geht, Motivationtheorie mit Maslow als Basis) nichts für mich wirklich passendes zu Tage, darum habe ich die Punkte zusammengefasst, die meiner Meinung nach als Motivationsfaktoren für Partizipation in sozialen Medien zutreffen. Für eine wirklich analytische Herangehensweise müsste man zuerst das breite Themenfeld der sozialen Medien kategorisieren, um dann die Motivationsfaktoren treffender zuordnen zu können – und natürlich eine aussagekräftige Umfrage machen. Trotzdem vorab ein Versuch einer Liste der Motivationsfaktoren:
Intrinsische Faktoren (die Motivation entsteht aus der Person selbst heraus und nicht durch externe Einflüsse (z.B. Belohnung ) oder Kontrolle – siehe Wikipedia Motivation)
Kommunikationsbedürfnis/Mitteilungsbedürfnis: der menschliche Drang nach Kommunikation (sich Freunden und Fremden mitteilen). Self-Disclosure beschreibt die Strategie, wie Menschen durch Aufgabe von Privatheit Vertrautheit mit Anderen erlangen. Bsp: Facebook, Twitter, Kommentare in Blogs
Altruismus, Selbstlosigkeit, Hilfsbereitschaft, Dienst an der Gemeinschaft, Glaube an ein hehres Ziel : Altruismus ist beschrieben als eine Verhaltensweise, die einem Individuum mehr Kosten als Nutzen einbringt zugunsten eines anderen Individuums. Die Verfolgung eines höheren Ziels, um einem grösseren Ganzen zu dienen, eine Ideologie verfolgen findet sich zb in Wikipedia ( obwohl auch dort nur einer von vielen anderen Motivationsfaktoren)
Selbstverwirklichung: Ich finde diese Motivation gehört in die Liste, es fallen mir aber keine Beispiele ein
Eigennutzen: Der Dienst befriedigt eigene Bedürfnisse oder löst Probleme und zweitrangig bzw zusätzlich Bedürfnisse Anderer. Bsp: delicious, Craigslist, last.fm, flickr, YouTube als Videohosting
Exhibitionismus, Selbstdarstellung, Geltungsdrang: Wahlweise in erträglichen und oftmals in unerträglichen Maße. Bsp: YouTube, Themenvideocommunities. Hierauf setzen Brands in unzähligen “Zeig was du kannst und werde ein Star”-Kampagnen
Spieltrieb, Spass, Neugierde, gepaart mit Technologieverspieltheit: das ausprobieren von neuen Services, die Techcrunch Karawane, die von Service zu Service zieht. Facebook Apps “Which xyz are you” und FB Zombie Spiele.
Gruppenbindung: grundsätzlich positiv besetzt (negativ siehe Gruppenzwang). Evolutionär bedingte Motivation, sich Gruppen anzuschliessen, im Idealfall Gruppen mit ähnlichen Interessen. Die “Safety in numbers” Hypothese geht zb davon aus, das es für Menschen sicherer ist, sich in grösseren Massen zu bewegen. Bsp: Social Community Plattformen, Themencommunities
Ego Marketing: Selbstvermarktung, Eigenmarketing im professionellen oder semi-professionellen Bereich. Der Wunsch, Status zu erlangen, zusätzlich evtl kommerziellen Absichten (direkt oder indirekt: Job, Auftrag, Marktwert). Bsp: Blogs, Xing, Slideshare.
Monetäre Vermarktung: monetäre Vorteile durch oder wegen Eigenmarketing oder wegen Verdienst an der Sache. Bsp: Blogs und Ads, Affiliates
Monetäre oder sachbezogene Anreize: Beteiligung an UGC Plattformen gegen Erhalt von Goodies wie Gewinnspiele und Preise. Bsp: ein Grossteil der Kampagnen von Brands zielt auf diesen Motivationsfaktor ab – “Lade dein Video hoch und nimm an Gewinnspiel teil”
Zwang, Gruppenzwang, Angst vor Strafe bzw negative Konsequenzen: Häufig in Intranets anzutreffen. Die Qualität der Mitwirkung an UGC tendiert gegen Null. Auch in Facebook und ähnlichen Platformen anzutreffen, deren Userbasis gross genug ist (“du bist gar nicht auf Facebook?” …, die Angst, etwas zu versäumen oder ausgeschlossen zu sein). Die Herdenmentalität (interessanter Artikel dazu siehe onlineberatung-therapie – Herdenmentalität) beschreibt, dass es nur eine kleine Gruppe von Personen braucht, um die Mehrheit zu lenken. Auf dieser Grundlage basiert das Prinzip der Claqueure, bezahlte Theaterbesucher, die Applaus spenden um damit das Publikum zum Applaudieren zu bewegen.
Wettbewerb: In unzähligen Ausprägungen, positiv wie negativ. “Wie viele Follower/Freunde hast du?”, “Wer ist hübscher”, “Wer schreibt die meisten Beiträge/hat die meisten Viewer”
Meist treffen mehrere Faktoren gleichzeitig zu, und Services, die viele verschiedene Motivationsfaktoren abdecken können, haben ein grösseres Potential für Erfolg (vgl YouTube: Video hochladen, Freund werden, Voten, Kommentieren, Ranglisten, extern embedden, etc).
Viele User sind sich ihrer eigenen Motivation nicht bewusst und laufen damit Gefahr, von (manchmal gut, manchmal schlecht gemachten) Social Media Sites, produziert von Firmen und politischen Parteien, für eigennützige, meist kommerzielle Zwecke missbraucht zu werden.
Die Leistung von Social Media Prinzipien zur Öffnung von verkrusteten Strukturen und unsozialen Geschäftsmodellen (Stichwort Musikindustrie, Printmedien) stelle ich dabei nicht in Frage. Die Modelle basieren nun einmal häufig darauf, dass im Gegenzug für einen kostenlosen Service der Dienst des Users steht, dass eine kostenlos zur Verfügung gestellte Infrastruktur durch Wenige für Viele aufgewertet werden muss. Manche Services bieten eine gute Balance aus Nutzen und Kommerzialisierung, viele Services aber auch nicht.
Zu den Startups im Social Media Umfeld kommen nun in der letzten Zeit Services von Firmen hinzu, die eigentlich vom ursprünglichen Geschäftsmodell entkoppelte Marketing-Kampagnen sind (disconnected Marketing). Viele Kampagnen von Brands, Retailer, politische Parteien sind keine natürliche Verstärkung ihres Business Values, sondern Konstrukte, um auf der User Generated Content Erfolgswelle zu reiten.
Bei der next09 habe ich eine Präsentation eines norwegischen Retailers gesehen (REMA 1000), der für seine Kunden eine Kochcommunity (angeblich sehr erfolgreich) gelauncht hat (Folke Kokkene – gibts auch auf Facebook mit 180 Fans). Eine feine Sache, wenn sich die Ziele eines Unternehmens mit der Motivation ihrer Zielgruppe trifft. Was passiert aber mit der Community, wenn sich das strategische Ziel von REMA nächstes Jahr ändert oder die Erfolgsziele nicht erreicht werden? Die von den Benutzern investierte Lebenszeit war dann wohl Verschwendung. REMA1000 ist hierfür aber nur ein plakatives Beispiel, eine grosse Zahl an Firmen (besonders etablierte Brands, aber auch Startups) spielt in ähnlichem Maße mit dem geborgten Kapital ihrer User.
Medienkompetenz bedeutet für mich, sich diesen Faktoren bewusst zu sein und Selbstbestimmt zu steuern, welche Social Media Plattform man benutzt und sich im besten Fall zu Diensten macht (und dann auch gegebenenfalls dafür zahlt!). Aus diesem Grund sehe ich persönlich bis auf wenige Ausnahmen (zb Wikipedia) dezentrale Ansätze (zb Blogs) als förderungswürdiger an als getarnte “User generated Content Produktionsmaschinen”.
Ritchie Pettauers Kommentar auf der eingangs erwähnten Werbeplanung Summit kann ich einiges abgewinnen (auch wenn ich nicht daran glaube, dass irgendwann ein grosser Teil der User umfangreiche Medienkompetenz aufbaut): “Laufen UGC Modelle nicht Gefahr, durch Medienkompetenz der User ihre Basis (= die Contentproduktionsmaschinen) zu verlieren?” (frei zitiert). Wenn ich Ritchie richtig verstanden habe hat er statt Medienkompetenz die Erkenntnis, am eigenen Content selbst zu verdienen, gesetzt.
Aus einer länger zurückliegenden Diskussion mit meinem sehr geschätzten ehemaligen Medientheorieprofessor MMag. Dr. Johann Mayr über das Thema stammt Folgendes, mit dem er die Thematik sehr treffend mit wenigen Sätzen auf den Punkt gebracht hat:
“Keine freie Szene ist so frei, wie sie vorgibt, frei zu sein.”
“Je mehr die Freiheit betont wird, desto größere (Profit)Interessen verbergen sich dahinter (Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.” Matthäus 7, 15)”
Gestern wurde die N97 Blogger Testaktion durch die Übergabe der Nokia N97 an die Blogger gestartet. In den nächsten Wochen werden Meral, Luca, Ritchie, Helge und Helmut das N97 ausführlich testen und in ihren Blogs und über Twitter darüber berichten.
Vom 20. Juli bis 30. Juli wird in den Blogs eine Verlosungsaktion für 5 Exemplare des Nokia N97 gestartet. Jeder der 5 Blogs hat exklusiv ein N97 an seine Leser zu vergeben, Meral, Luca, Ritchie, Helge und Helmut haben sich auf eine gemeinsame Aktion geeinigt. Details werden in den nächsten Tagen in den Blogs genannt, es wird aber besonders für Blogger interessant werden. Es wird auf jeden Fall nicht genügen, seine Anschrift bekannt zu geben.
Die 5 beteiligten Blogs und deren Schwerpunktthemen der N97 Tests:
Meral Akin Hecke/ Digitalks (http://www.digitalks.at): Meral verwendet das N97 während ihres Urlaubs in Kärnten, um in Ton, Bild und Video mit den Daheimgebliebenen in Verbindung zu bleiben
Ritchie Pettauer / Datenschmutz (http://blog.datenschmutz.net): Ritchie ist bekannt für seine Videoreviews und wird das N97 im täglichen Praxistest als mobiler Büroassistent hart rannehmen
Luca Hammer (http://www.2-blog.net): Luca testet Applikationen und sieht sich das Thema Live-Videostreaming genauer an
Helge Fahrberger(http://www.helge.at): wollte sich des Themas Navigation und Mapservices annehmen. Nach den ersten Eindrücken ist aber auch ein Fokus auf Usability zu erwarten.
Helmut Hackl (http://s60.at und http://www.mobilitylounge.eu/reise/): Helmut ist derzeit in Norditalien auf Reisen und testet das N97 auf seine Praxistauglichkeit als Navi, Fotoapparat und Videokamera
Ich bin seit ca 1 1/2 Jahren ein mobiler Vielsurfer auf meinem Nokia E61 und war eigentlich mit einem gut funktionierenden Browser (Opera Mini) bisher rundum glücklich. Das Betriebssystem des Mobiltelefons war mir bisher ziemlich egal und mein Verständnis für die Funktionen von Symbian S60 (=Betriebssystem von teureren Nokias) reichte grad mal zum starten von Opera.
Hinweis: Ich arbeite als Neighborhood Planner für PXP / Wunderman für den Kunden Nokia (Region ASE). Die Aussagen in diesem Blog sind meine Privatmeinung und haben mit der Meinung meines Auftraggebers nicht zwangsläufig etwas gemein. Ich bin in meinem Blog um kritische Distanz zu Nokia bemüht.
Seit ich nun in den letzten Wochen mehr und mehr in die Welt der Applikationen und Services von Nokia eintauche, merke ich wie wenig Aufmerksamkeit ich dem zugrundeliegenden OS bisher gewidmet hab und lern täglich ein paar nützliche Kniffe hinzu (zb Menü Taste lange drücken öffnet Task Manager – jaja iPhone Freunde, am Nokia laufen Anwendungen auch ohne jailbreak parallel ). Viele weitere gute Tipps gibts bei s60.at/forum/tipps.htm.
Jedenfalls kann ich mich nun wieder besser in die Rolle eines Computeranfängers reinversetzen, Handybetriebssysteme sind mittlerweile wirklich eine ziemlich umfangreiche Angelegenheit.
Ich hab nun endlich mein altes Nokia E61 gegen ein neues Nokia N97 getauscht und bin die letzten Tage ausführlich am Testen. Der Eindruck der ersten Woche ist durchaus positiv, hier ein kleiner Erfahrungsbericht der Highlights und Tiefpunkte beim täglichen Arbeiten mit dem N97. Infos zur Hardware- und Softwareausstattung vom N97 gibts in einem ausführlichen Bericht von Mr. Mobile Helmut Hackl im S60.at Magazin.
Als erstes habe ich mal die Nokia Ovi Suite 2.0 Beta am PC installiert (Ablösung der Nokia PC Suite und einiger anderer Clientsoftwareprodukte von Nokia wie zb Map Loader).
Das folgende Video von Nokia Conversations zeigt kurz und bündig den Funktionsumfang:
Das Programm hat seine Ecken und Kanten, was auch die Beta Version erklärt, scheint mir aber schon jetzt die sinnvollere und zukunftssicherste Variante der Clientsoftware zu sein.
Ovi and Ovi Suite 2.0
Einen Ovi User auf ovi.com hatte ich bereits vom E61, damit habe ich zuerst mal die Daten von meinem alten Telefon auf das N97 transferiert. Dazu habe ich das N97 in ovi.com hinzugefügt und bin den Anweisungen gefolgt: an mein N97 wurde eine SMS mit den Konfigurationseinstellungen für das Syncprofil von ovi gesendet – ein ziemlich komplizierter Weg, das hätte Nokia auch schon vorkonfigurieren können. Danach über die Hilfe-Applikation nach dem Synceinstellungen gesucht, Ovi ausgewählt und gesynct. Das syncen der Kontakte hat super funktioniert, meine Notizen hab ich leider nicht transferieren können.
Zur Bedienung des Geräts: Ich hab festgestellt, dass man den Touchscreen erst an seine individuelle Arbeitsweise anpassen muss (unter Einstellungen -> Telefon -> Touchscreen), damit er wirklich einwandfrei funktioniert. Ich musste zb die Stiftbreite auf “Breit” einstellen (ich verwende, so wie vermutlich 99% die Finger und nicht den mitgelieferten Stift) und die Kalibrierung durchführen, damit der Touchscreen Sinn ergibt.
Beim Betriebssystem merkt man zwar, dass es aus Zeiten stammt, wo von Touchscreen noch keine Rede war. Die Fingerbedienung mit Wischen und Ziehen ist nicht in allen Screens ident bzw möglich, allerdings gewöhnt man sich dran bzw kennt die Navigationsmetapher bereits von anderen Nokia Handys.
Der Lagesensor (Handy drehen dreht die Darstellung um 90°) war bei mir nach der Auslieferung des Handys übrigens deaktiviert, ich musste es unter Einstellungen > Telefon > Lagesensor erst einschalten.
Dazwischen mal ein kleiner Test der Applikationen. Das Facebook Widget auf der Startseite ist nett und zeigt live die aktuellsten Updates von Facebook, das Facebook Logo nimmt allerdings unnötig viel Platz weg. Das Widget auf der Startseite ist nur der erste Teil der Applikation, ein Klick auf das Widget öffnet die Applikation in Full Screen (ausführlicher Testbericht auf n97fanatics). Die Facebook Applikation ist soweit ok, auch wenn sich schnell ein paar Bugs finden. Die angezeigten Nachrichten meiner Facebook Wall sind nicht vollständig bzw aktuell (vielseits reporteter Bug), beim Upload eines Handyfotos direkt aus der Applikation erscheint eine Fehlermeldung, obwohl es schlussendlich korrekt hochgeladen wurde. Da wird man noch ein bisschen schrauben müssen, um die App wirklich stabil hinzubekommen.
Anders dagegen Gravity, meine erste App, die ich aus dem Ovi Store runtergeladen habe, und seit langem wieder mal Software, für die ich selbst Geld ausgegeben habe (10€ – hey harald, wieviel hast du gestern für burger und bier ausgegeben ). Gravity ist ein wirklich guter Twitter Client mit allen Features, die man erwartet und ein wirklicher Best Practice für die Funktionen des N97.
Ich bin gespannt wie die Nokia Nutzerschaft auf die Preise der Applikationen reagiert und ob Nokia es schafft, einen höherpreisigen Durchschnittswert als Apple bei den Applikationen zu etablieren – für Entwickler könnte dann die Kombination von grösserer Reichweite und höherer Marge schnell interessant werden.
Ich hatte den Ovi Store bereits mal am E61 getestet und war schon am verzweifeln – nicht funktionierende Links, wenige kompatible Inhalte und die kognitive Leistung, am Mobiltelefon store.ovi.mobi und nicht store.ovi.com anzusurfen ließen mich ernsthaft zweifeln. Anders am N97: Mit der Ovi Store Applikation am N97 funktionierte die Auswahl, die Bezahlung per Kreditkarte, der Download und die Installation von Gravity allerdings wirklich smooth und ohne Probleme. Das Video zeigt die Installation einer App über den Ovi Store – für alle Fussball Freunde:
Allerdings erhoffe ich mir für den Ovi Store noch deutliche Verbesserungen in der Ausstattung mit guter Software – Klingeltöne und Cartoon Network Videos finde ich weniger interessant, die Kategorie Business Software und Web 2.0 Standardsoftware ist zwar vorhanden, aber stark unterrepräsentiert. Da es allerdings in freier Wildbahn noch viele gute Apps gibt, die noch nicht im ovi store enthalten sind, erwarte ich mir da baldige Besserung. Ich hoffe auch das es bald mehr Applikationen gibt, die man als Widget auf der Startseite platzieren kann.
Zu guter letzt hab ich noch ein Update der N97 Systemsoftware durchgeführt (mithilfe von Ovi Suite 2.0, da das Update over-the-air leider keine neuere Version anzeigte). Das Update von von 10.0.012 auf 11.0.021, welches einige Bugs behebt, lief grundsätzlich ohne Probleme, Achtung beim Ausführen der Funktion in einem Firmennetzwerk – die Fehlermeldung bzgl Verbindungsproblem liegt an einer Sperre in der Firmenfirewall.
Fazit: Bis auf ein paar Macken find ich das N97 ausgezeichnet, vermutlich zwar nichts für eingefleischte iPhone Liebhaber die auf Simplizität stehen (ich konnte meine iPhone Freunde noch nicht überzeugen). Aber dafür auch deutlich offener, vielseitiger und individueller anpassbarer – eine gute Mischung aus Gadget und Arbeitstier.
In der Printausgabe des Standard vom 4. Juli war ein fiktives Gespräch zwischen Hans Dichand, Claus Pandi und Wolf Martin abgedruckt, welches die Zeit nach der von der Krone “gewonnenen” österr. Bundespräsidentenwahl karikiert. Dabei überlegen die Protagonisten den Bundespräsidenten Erwin Pröll gegen Hansi Hinterseer auszutauschen.
In der Karikatur noch witzig, zeigt sich in der Sonntagsausgabe der Krone vom 5. Juli 2009 nun schon die Kampagne, die die Krone wohl die nächsten Monate führen wird: Claus Pandi schreibt auf Seite 4 über Fischer, in der Leserbriefsektion ist ein deutlich hervorgehobener kritischer Beitrag abgedruckt, beide mit identem Grundtenor: Fischer ist untätig, er ist konturlos, traut sich nicht für Österreich einzustehen. Pandi geht noch einen Schritt weiter und unterstellt Fischer, in zwielichtige Geschäfte verwickelt zu sein (“Aber Fischer wäre nicht Fischer, wäre letztlich juristisch nicht alles wasserdicht“).
Ich schreibe normalerweise nicht über Politik, in diesem Fall finde ich die Absichten der Krone aber (wieder mal) so abscheulich, dass mir unmittelbar nur diese Form des Protests einfällt. Wär es zu einfältig zu glauben, dass sich nun auch jemand von der ÖVP gegen die Kampagnisierung der Krone stellt – vielleicht Pröll selbst?
Today i played around with RSS Feeds on Ovi Share (the media sharing community by Nokia) and got some interesting insights which aren’t displayed in the user interface.
Ich habe aus meiner Arbeitshistorie einige Lieblingsprojekte, welche mir seit Jahren am Herzen liegen und ich auch aus der Entfernung mit Aufmerksamkeit verfolge. Eines dieser Projekte ist NESPOS, eine Wikibasierte Wissenschaftsplattform, die ich ab 2004 in einem 2-jährigen, von der EU geförderten Projekt mitentwerfen durfte.
In den letzten Monaten durfte ich wieder Hand an NESPOS legen und gemeinsam mit dem Team vom Neanderthal Museum eine Weiterentwicklung planen. Atlassian hat dankenswerterweise eine kostenlose Community Lizenz für NESPOS zur Verfügung gestellt.
NESPOS dient den Wissenschaftern zur Sammlung, Kommunikation und Kollaboration von Informationen über Fundstücke aus dem Pleistozän (~ Eiszeitaler, siehe Wikipedia -> Pleistozän). Die Plattform basiert auf einem Wikisystem (Atlassian Confluence Wiki) und erweitert die Wiki-Metapher um Möglichkeiten der strukturierten Datenerfassung (also nicht nur ein grosses Eingabefeld, sondern zusätzlich Erfassung von Metadaten über Objekte)
NESPOS is an open source information platform about Pleistocene humans, providing detailed information about important sites, their analytical results, archaeological findings and a selection of literary quotes. Moreover it is a repository where archaeologists and paleoanthropologists can exchange their research results and ideas by a protected Wiki-based collaboration platform with a continuously growing sample of 3D scaned human fossils and artefacts.
NESPOS ist aus dem EU FP6 Projekt TNT – The Neandertal Tools entstanden, bei dem ich im Auftrag von PXP interactive für die technische Konzeption und Architektur von NESPOS zuständig war. NESPOS war zu der Zeit auf die Spezies Neandertaler spezialisiert und hat den Fokus nun mittlerweile auf Funde aus dem gesamten Pleistozän erweitert.
Das Projekt ist mit Confluence 1.2 gestartet, wurde während der Projektlaufzeit auf 1.4 upgedatet und wurde als Weiterentwicklung des Open Source Confluence Kerns konzipiert. Die Entscheidung hat mir damals einige schlaflose Nächte bereitet und viel Überzeugungsarbeit gekostet, da wir an dem bestehenden Softwarekern einige Erweiterungen vornehmen mussten. Auf der Shortlist stand damals mit Plone CMS ein System, welches für die Datenmodellierung zumindest gleich gut geeignet war und im Wissenschaftsbereich stark präsent ist. Aus den Gesprächen mit jungen Wissenschaftern und dem Grundgedanken, bei der Wissenschaft geht es zuvorerst um den Austausch von Wissen und um Zusammenarbeit, haben wir uns aber gegen einen typischen WebCMS-Workflow und für einen Wiki-basierten Ansatz entschieden.
Jahre später hat sich nun gezeigt, dass viele der Anforderungen, die damals (mit reichlich vergossenen Schweiß) dazuentwickelt werden mussten (zb komplexe Regeln bei der Objekterstellung und beim Datenmodell, eine ausgefeilte Metadatensuche, etc), in der Praxis kaum verwendet werden oder eigentlich keine Relevanz haben – der Wikiansatz sich aber steigender Beliebtheit erfreute. Aus diesem Grund konnten wir nun NESPOS auf die Confluence Grundfunktionen zurückbauen und auf die Confluence Version 2.10 migrieren.
Da wir damals die Confluence Architektur additiv erweitert haben (Hibernate Addition, Konfigurations- und Objektmodellerweiterungen) konnten wir nun relativ einfach und rasch die Änderungen rausschmeissen und die Daten migrieren. Als Metadateneditor verwenden wir jetzt das Scaffolding Plugin von Customware, was ab nun den Wissenschaftern erlaubt, einfach und schnell das Metadatenmodell zu erweitern.
Hier ein paar Vorher – Nachher Screenshots (Screendesign von Marcel vom Neanderthal Museum):
New NESPOS – Dashboard
New NESPOS – Important Site Krapina in Croatia
New NESPOS – Krapina Edit Mask
Old NESPOS – Advanced Search
Old NESPOS – Dashboard
Old NESPOS – Important Site Krapina in Croatia
Old NESPOS – Krapina Edit Mask
Old NESPOS – Linking Objects
Das war tolle Arbeit von Marcel und Jürgen, freue mich auf zukünftige Projekte.
Nachdem nun auch in Österreich bald das neue Nokia N97 rauskommt, hab ich mir im Nokiaexperts Blog eine Videoreview des N97 angesehen.
Der Startbildschirm schaut schon mal vielversprechend aus, die 16 Default Home Screen Widgets bieten mal fürs erste was zum rumspielen, im Ovi Store können weitere Widgets runtergeladen werden (auch wenn sich derzeit leider keine sinnvollen Widgets finden lassen) .
Im Forum Nokia findet sich die Info, wie solche Web Runtime Widgets entwickelt werden können. Diese setzen dabei auf Standardtechnologien wie HTML, CSS, Ajax und Javascript auf und sollten für Webentwickler relativ einfach zu erstellen sein. Sie stellen dabei eine Alternative zur Entwicklung mit Java für die S60 Plattform dar. Diese Technologie sieht einfach und effizient genug aus, um möglichst schnell sinnvolle Applikationen bzw Widgets für Nokia Mobiltelefone zu entwickeln.