Ötztal/Sölden Wander- und Radrouten Version 2 gelauncht
Veröffentlicht: August 5, 2011 Einsortiert unter: myprojects, programming | Tags: ötztal, karten, maptoolkit, radfahren, sölden, toursprung, wandern, windachtal Schreibe einen Kommentar »Letzte Woche haben wir bei Wunderman PXP die neue Wander- und Radroutendatenbank für Ötztal/Sölden gelauncht. Ich war in den letzten Monaten mit meinen Kollegen Christoph, Clemens und Ramin dran, die erste Version der interaktiven Kartenlösung von 2009 zu überarbeiten, neue Funktionen zu planen und die Usability zu steigern.
Ich denke, das ist uns gut gelungen. Im ersten Screenshot findet sich die Ötztaler Variante der Kartenansicht der Wanderrouten (http://www.oetztal.com/map). Die Sölder Variante findet sich sinngemäß unter http://www.soelden.com/map, die Obergurgler Variante unter http://www.obergurgl.com/map/. Die 3 Varianten unterscheiden sich nach CI, Kartenausschnitt und Ziel-URLs für Detailrouten und POIs.
Die mittlerweile schon recht zahlreichen Wander- und Radrouten können wie im Bild sichtbar über Metadaten wie Kategorien, Schwierigkeitsgrad, Routenlänge und Freitexteingabe gefiltert werden. Zusätzlich können wichtige Wegpunkte, wesentlich zur Orientierung beim Planen der Wanderung, eingeblendet werden. Ein Umschalter zwischen Kartenansicht (im Bild) und Listenansicht (siehe weiter unten) bietet verschiedene Zugänge zu den Routeninfos.
Die Kartenansichten sind mit Map Toolkit von Toursprung umgesetzt und verwenden wiederum Google Maps oder Open Streetmap. Die Freunde vom Ötztal Tourismus sind seit einiger Zeit aktiv mit GPS Geräten im Gelände unterwegs und nehmen so alle Touren auf und geben sie in die Datenbank ein. In den nächsten 12 Monaten ist mit einer fast vollständigen Erfassung aller Routen und wesentlichen POIs (Point of Interests wie Hütten, Seen, Wegpunkte, …) im Ötztal zu rechnen.
Der nächste Screenshot zeigt die Detailansicht einer Wanderroute, konkret der „Hüttentour Windachtal„. Einen (kleinen) Teil der Tour bin ich bei den letzten Firmenausflügen nach Sölden bereits gegangen, eine tolle Wanderung bei der mir auch einige Ideen für die Routendatenbank gekommen sind. Besonders die Wichtigkeit der Hervorhebung der Wegpunkte ist mir damals bei einem der Wegweiserkreuze bewusst geworden. Jede Tour besteht aus einer mehr oder weniger grossen Anzahl von Einzelsegmenten, die von Wegkreuz zu Wegkreuz reichen.
Hat man diese Besonderheit in seine Routendatenbank eingebaut, bietet sich ab dann als Möglichkeit die Anzeige eines Wandernetzes: die kreuzenden Touren und die Wegpunkte (POIs in der Datenbank). Jede Tour, die an einem der Wegpunkte mit einer der anderen Touren kreuzt, wird so angezeigt und kann so zur individuellen Planung einer Wanderung verwendet werden. Die kreuzenden Touren können in der obigen Ansicht eingeblendet und zur weiteren Navigation verwendet werden. Die Wegpunkte und die Vorschaubilder zeigen die einzelnen Stationen der Tour. Die Vorschaubilder erzeugen sich automatisch aus der Datenbank der Punkte auf der Tour.
Zusätzlich können bei jedem Wegpunkt alle durch den Wegpunkt führenden Routen angezeigt werden (siehe zb den POI Sölden)
Im Screenshot sind alle von einer Hütte ausgehenden Radrouten ersichtlich (jede Route jeweils in einer anderen Farbe markiert). Zusätzlich sind weitere POIs der Gegend eingeblendet
Eine Listenansicht als Alternative zur Kartendarstellung war den Kollegen vom Ötztal Tourismus sehr wichtig:
Als kleine Spielerei erhält man bei Mouseover über das Vorschaubild eine Diashow aller Wegpunkte.
Weiters sorgt eine angepasste Druckfunktion für die Wander- und Radrouten, die Downloadmöglichkeit von Infobroschüren bei ausgewählten Touren und die Exportmöglichkeit der GPS-Tracks für eine Mitnahmemöglichkeit der Infos auf den Berg.
Und für den nächsten Relaunch haben wir schon wieder viele Ideen für Verbesserungen und neue Features.
2500 US$ Projektstipendium für mobile Projekte zu Vergeben
Veröffentlicht: Juli 12, 2011 Einsortiert unter: mobile, myprojects, programming | Tags: bbdev, stipendium Schreibe einen Kommentar »Nachdem beim letzten Blackberry Developer Group Meeting Vienna ein Wettbewerb über 2500 USD angekündigt wurde, haben wir es nun endlich geschafft, uns mit Klemens von Research in Motion auf die Konditionen zu einigen: Wir haben uns bewusst gegen einen typischen App Contest entschieden, und schreiben stattdessen ein Projektstipendium für geplante oder laufende Projekte aus.
Zielgruppe sind dabei Studenten, Studentengruppen oder Lehrer/Studentengruppen und geplante Semesterprojekte, weiters Startups oder einzelne Programmierer, die sich Prototypen oder Research fördern lassen wollen.
Es geht dabei um „mobile Projekte“, nicht speziell um klassische Apps.
Es reicht, die Idee einzureichen, sie beim nächsten BBDevVie #3 am 15 September 2011 zu präsentieren und das Publikum zu überzeugen. Natürlich könnt ihr befreundete Developer und Kollegen mitnehmen, die euch bei der Abstimmung unterstützen. Die Vorauswahl der eingereichten Projekte übernimmt eine fachkundige Jury.
Also, ich hoffe ein paar spannende Ideen am 15. September zu sehen. Alle Details und Teilnahmebedingungen findet ihr unter RIM/BBDevVienna Projektstipendium auf bbdev.at.
PS: Ich organisiere ehrenamtlich gemeinsam mit Michael und Erik die BlackBerry Developer Group Vienna. Bei Fragen und Anregungen zur Gruppe, zum Projektstipendium oder zu BlackBerry Themen könnt ihr gerne einen von uns ansprechen.
Symbian, Maemo, iPhone, Blackberry, WP7 oder Android – And the winner is ..
Veröffentlicht: Juli 11, 2011 Einsortiert unter: mobile | Tags: android, apple, blackberry, google, iphone, maemo, microsoft, mobile, motorola, nokia, rim, samsung, symbian, winphone7 Schreibe einen Kommentar »Ich hab die letzten Jahre viele Smartphone Betriebssysteme im täglichen Einsatz ausprobiert: Symbian, Maemo, Android, iOS und Win Phone 7. Nachdem ich nun endlich auch die Gelegenheit hatte, ein gutes Blackberry Device auszuprobieren, wollte ich nun endlich diesen Artikel abschliessen, den ich schon lange geplant hatte: Das meiner Meinung nach beste mobile OS ist …
Nach den ersten paar Geräten hab ich gedacht, das non-plus-ultra der Smartphones erreicht zu haben. Mittlerweile komm ich drauf, alle haben ein paar gute Eigenschaften und keines ist wirklich perfekt. Ein echtes Multitasking wie im Maemo N900 (oder scheinbar auch vom neuen Nokia N9 mit Maemo 6), die Notifications und der Browser von Android, die Tastatur vom Nokia E7, das simple UI und der gute Texteditor von iOS, die Standby-Uhr vom N8, die stabile Telefoniefunktion von Blackberry, die schönen Apps von Win Phone 7 – das wär ein ultimatives Smartphone.
Meine Smartphone-Erlebnisse im Detail:
- Nokia E61: Von 2006 – 2009 (Symbian Series 60 3rd Edition): War damals ein gutes Arbeitstier, aber ich habs eindeutig zu lange behalten
- Nokia N97: Mitte 2009 – Nov 2009 (Symbian Series 60 5th Edition): ich hab mirs lange schön geredet (und anderen eingeredet – siehe unsere Social Media N97at Aktion 2009), aber es war sowohl von der Hardware als auch von der Software ein schlimmes Teil.
- Nokia N900: Nov 2009 – Feb 2010 (Maemo 5): seiner Zeit voraus – leider auch der nötigen Akkutechnologie. Nachwievor in der Erinnerung ein Wahnsinns-Gerät, super OS, echtes Multitasking, allerdings bzgl Apps leider Aussenseiter und Akkulaufzeit im Echtbetrieb von nur wenigen Stunden. Während unserer N900 Blog- und Developerkampagne hab ichs gern verwendet
- Motorola Milestone: März 2010 – Feb 2011 (Android 2.0, Update auf Android 2.1): Aufgrund der Tastatur und Android mein Long-Time Favorite. Tolle Hardware und Performance, gutes OS.
- iPhone 3G: Juni 2010 – August 2010 (iOS 3.1): Ein iPhone halt. Aber leider kein iPhone 4
- Nokia N8 - September 2010 (Symbian^3): Zu dem Zeitpunkt war ich dem Symbian Thema schon entwachsen. Die OS Updates waren ok, aber das beste an dem Handy war die Standby Uhr. Besonders enttäuscht war ich vom nachwievor schlechten Browser. Habs nach wenigen Wochen wieder getauscht
- Nokia E7 – März 2011 (Symbian^3): Gute Hardware und Tastatur, aber Software leider veraltet – siehe N8
- Google Nexus S – April 2011 (Android 2.3): Ein tolles und schönes Gerät, mit einem wirklich ausgereiften Android – und gekauft, weil es die Updates direkt von Google bringt. Leider keine Tastatur
- Samsung Galaxy 3 – April 2011 – Jetzt (Android 2.1): Mein privates „Telefon“, hat ein 20€ Nokia abgelöst - aufgrund der schlechten Performance und Herstelleranpassungen eigentlich ein Usability-Monster, aber das syncen der Telefonkontakte ist alles was ich brauche – und als „Telefon“ ist es vertretbar.
- Samsung Omnia 7 – April 2011 – Juni 2011(Win Phone 7): Gemischte Gefühle – ein schönes OS ist zwar ein Anfang, aber nicht alles. In den Details zeigen sich die Schwachstellen des ersten WP7-OS-Wurfs. Aber für Microsoft (und Nokia) ein guter Weg nach vorne. Mein vorherrschendes Gefühl mit dem Gerät: ich bin schlecht informiert, und der Browser ist echt nicht gut. Aber wird vermutlich beim nächsten OS Update besser.
- Blackberry Torch – Juli 2011 – Jetzt (Blackberry 6 OS): Eine echte Überraschung – das Blackberry OS benötigt zwar viel zu viele Aktionstasten und verlangt teilweise echt schräge Interaktionsschritte, aber wenn man nach längerer Eingewöhnung zum Arbeiten findet, ist es ein brauchbares Arbeitsgerät. Der Browser ist leider immer noch deutlich schlechter als bei iOS oder Android. Ich bin gespannt, was OS 8 mit QNX bringt
Location Based Services – meine Medienartikel der letzten 6 Monate
Veröffentlicht: Juni 14, 2011 Einsortiert unter: marketing, medien, myprojects | Tags: bestseller, clippings, facebook, facebook places, foursquare, groupon, lbs, location, location based services, presse, xinnovation Schreibe einen Kommentar »In den letzten Monaten hab ich für meinen Auftraggeber PXP interactive (mittlerweile Wunderman PXP) für PR Aktivitäten als Ansprechpartner und Spezialist für Location Based Services gedient. Hier die gesammelten Presseclippings des letzten halben Jahrs.
Den Anfang machte am 19.11.2010 das e-media mit dem Thema Location Based Services, als Aufhänger Foursquare, Checkins und die Sölder Berge. Und ich mit Mark Zuckerberg auf einer Seite.
Als nächstes war ich zu einem Interview bei Dagmar Lang, Geschäftsführerin und Herausgeberin beim Manstein Verlags. Als Thema für das Magazin Bestseller ebenfalls LBS, Checkins und Foursquare. Wir haben auf ihrem Blackberry Foursquare installiert und es gleich ausprobiert. Rausgekommen ist der kurzweilige Artikel Ich weiß, wo du bist.
Dann hat sich leider die Einführung von Facebook Places in Österreich verzögert und somit auch die weitere Berichterstattung über das LBS Thema. Ein Interview mit Matthias Auer über Facebook und Location Based Services im November hat dann, nach einem weiteren Telefoninterview, am 17. Feb 2011 zu einem Artikel in der Presse geführt: Couponservices, Croupon, Facebook Places, Sölden – und ich mittendrin: Schnäppchenjagd im Internet.
Am 26.3 war dann der Kurier an der Reihe: Foursquare & Co – Das virtuelle Gutscheinheft am Handy.
Als Abschluss der Location Based Services PR Serie, nun vor kurzem das Wirtschaftsblatt, am 26. 5 2011 über das Thema „Spannendes Spiel mit dem Standort der Kunden“: Mein Name richtig geschrieben, allerdings Firma falsch (PKP statt PXP)
Im vom Printartikel inspirierten Onlineartikel ist ein bissl mehr von mir zu lesen, und die Firma ausgebessert: „So, als würde man seine Geschäftsauslage nicht herrichten“
Parallel zum Location Based Service Thema gabs noch 2 andere Themen, die mich die letzte Zeit beschäftigen: Mobile und der PXP Innovationsprozess:
Am 1.4. also ein kleiner Artikel im UPDATE, nach einer Vermittlung durch Nicole Prieller von point of origin: UPDATE, Ausgabe Frühling 2011, S. 17: Wie kommt eine App in den Store.
Im März haben wir eine Pressemeldung zum Thema Xinnovation – Innovatinsprozess bei PXP rausgegeben, einige Online Medien haben darüber geschrieben, unter anderem Computerwelt.at: „Xinnovation“ bei PXP
1st Blackberry Developer Group Meeting Vienna
Veröffentlicht: Februar 18, 2011 Einsortiert unter: mobile, myprojects, programming | Tags: bbdev, bbdevVIE, blackberry, mobile, playbook Schreibe einen Kommentar »Gestern war im Mellow das erste Blackberry Developer Group Meeting in Wien, freundlicherweise organisiert von Michael Hilgers von mhil it-consulting. Die Besucher sind sogar aus Tschechien angereist, von RIM war Klemens Schrattenbacher, Senior Alliance Manager CEE, dabei und hat ein paar aktuelle News vom Mobile World Congress verraten und ein Playbook zum Ausprobieren mitgebracht.
Ich konnte das Playbook ein paar Minuten ausprobieren, das Playbook ist auf den ersten Blick ein feines, schön verarbeitetes Gerät mit einem interessanten Betriebssystem. RIM hat ja mit der Übernahme von QNX das gleichnamige QNX OS für seine zukünftigen Tablets portiert und wird dies lt Schrattenbacher eventuell auch auf Smartphones bringen (sofern diese Doppelkernprozessoren beinhalten). Das Playbook gibts in den USA noch in Q1 für unter 500$. Mich erinnert die Möglichkeit des tatsächlichen Multitaskings an das Maemo N900. Die Programme laufen tatsächlich im Hintergrund weiter und zeigen auch in der Vorschau die realen Inhalte. Das Playbook unterstützt Flash und setzt auch als Programmierwerkzeug stark auf die Technologien von Adobe (Flash, Air). Hier ein Video einer aktuellen Demo vom MWC:
Wer Interesse an zukünftigen Meetings der Blackberry Developer Group Vienna hat schaut am besten regelmässig auf http://bbdev.mhil.at.
2010 in review
Veröffentlicht: Februar 17, 2011 Einsortiert unter: myprojects | Tags: statistics, statistik, zugriffe Schreibe einen Kommentar »Hier die Statistik meines Blogs von 2010 von wordpress.com: Keine berauschenden Zahlen, ich weiss, aber immerhin 14 x 747s
The stats helper monkeys at WordPress.com mulled over how this blog did in 2010, and here’s a high level summary of its overall blog health:

The Blog-Health-o-Meter™ reads This blog is doing awesome!.
Crunchy numbers
A Boeing 747-400 passenger jet can hold 416 passengers. This blog was viewed about 5,900 times in 2010. That’s about 14 full 747s.
In 2010, there were 6 new posts, growing the total archive of this blog to 49 posts.
The busiest day of the year was March 15th with 43 views. The most popular post that day was Accessing Filepath in HTML Input Element via Javascript.
Where did they come from?
The top referring sites in 2010 were twitter.com, google.de, barcamp.at, obama-scandal-exposed.co.cc, and google.at.
Some visitors came searching, mostly for facebook rss, facebook rss feed, rss facebook, javascript input file, and kieser app.
Attractions in 2010
These are the posts and pages that got the most views in 2010.
Accessing Filepath in HTML Input Element via Javascript February 2009
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Facebook RSS Feeds July 2008
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Webcheck: Was bietet Kieser Training online January 2009
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Das Nokia N97 – eine gute Mischung aus Gadget und Arbeitstier July 2009
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Facebook in CEE – Entwicklung der Userdaten August 2009
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Werbeblocker – AdBlocker Technologien
Veröffentlicht: August 19, 2010 Einsortiert unter: marketing, myprojects, programming | Tags: adblock, adblocker, adblockplus, admuncher, ie7pro, quero, werbeblocker Schreibe einen Kommentar »Ich habe bereits mal vor einigen Jahren und nun wieder die letzten Tage die vorhandenen AdBlocker Technologien evaluiert, weil ich darauf aufbauend ein userzentriertes Werbenetzwerk (sowas wie eine sinnvolle Variante des ehemaligen AllAdvantage.com oder des mittlerweile wieder toten agloco) durchdacht habe. Hier meine Erkenntnisse der Evaluierung der verfügbaren Werbeblocker.
Was sind AdBlocker: Ein AdBlocker oder Werbeblocker verhindert die Anzeige von Werbung (Display Ads oder AdWords) auf Webseiten oder in Applikationen. Der professionelle Werber wird sich fragen: Ja, dürfen’s denn des?
Nach einer Auskunft eines Medienanwalts ist die klare Antwort „Ja“, solange das Verfügungsrecht über die Daten auf dem lokalen PC auf Seiten des Berechtigten (PC-Users) bleibt. Wenn die Transparenz über die Funktionsweise des Plugins für den Benutzer ausreichend dargestellt wird, verstösst der Pluginanbieter auch nicht gegen § 126a StGB Datenbeschädigung.
Die Diskussion über das Für-(Reduzierung von Bandbreite und Störquellen) und Wider (Werbeeinnahmenentgang für Inhalteanbieter) zu AdBlocker findet sich an vielen Stellen im Web und ist mir hier nur ein kurzes Statement wert: Ich bin froh, dass das Internet nach einem so offenen Prinzip funktioniert, welches das Ausfiltern von Werbung ebenfalls möglich macht. Gott sei Dank wurde das Internet nicht von einem Werber erfunden. Der Rest ist Vertrauens – und Loyalitätsaufbau mit dem Kunden. Da werden auch so lustige Seiten der Werbeindustrie nichts helfen: http://www.adblocker.at/adblock/
Bei der Funktionsweise der Werbeblocker kann man nach den Typen „Browserplugin“ (zb AdBlock Plus) und „lokale Proxyapplikation“ (zb AdMuncher) unterscheiden:
- Die Browserplugins verhindern entweder den Aufruf der Werbung (Blocken des http-Requests, bevor er an den Webserver des Werbebetreibers gesendet wird) oder verstecken Werbung, nachdem sie geladen wurde (weil sie zb direkt in der Website eingebettet ist und nicht erst extern geladen wird). Die meiste Werbung kann schon ausgefiltert werden, bevor die Werbebanner geladen werden. Es reduziert sich also gleichermaßen Netzwerktraffic wie die Werbeeinnahmen von Sitebetreiber. Die meisten Browserplugins arbeiten bei der Erkennung von Werbung auf Basis von Filterregeln (zb filtere alle URLs, die ‘&ad_keyword=’ enthalten).
- Applikationsproxies wie AdMuncher sind komplizierter in der Handhabung, können theoretisch aber verlässlicher filtern: AdMuncher ist eine Clientapplikation für Windows, die sich selbst als Proxy registriert. Das heisst, alle Http-Requests werden an AdMuncher gesendet und dort nach definierten Filterregeln gefiltert und geblockt. Deshalb kann AdMuncher Werbung aus allen Programmen filtern, d.h. sowohl aus Webseiten als auch aus installierten Applikationen wie Kazaa.
Die Zahl der unterschiedlichen Browserplugin-Produkte sind in den letzten 3 Jahren deutlich gestiegen, mit den Pluginmöglichkeiten für Safari und Chrome werden nun alle relevanten Browsertechnologien unterstützt: es gibt AdBlocker für Firefox (AdBlock Plus), IE (IE7Pro, Adblock IE, Quero), Safari (AdBlock for Safari) und Chrome (AdBlock for Chrome), Opera wurde von mir nicht betrachtet.
Viele der von mir betrachteten Plugins verwenden mittlerweile die von AdBlock Plus etablierten Filterlisten, weshalb das Ausfiltern von Werbenetzwerken auch so effizient funktioniert. Die zentral gewarteten Listen werden ständig upgedatet und schnell an alle Clients verteilt.
Die AdBlocker temporär zu umgehen wäre grundsätzlich möglich (zb Ändern von URLs, Server Side Includes der Ads), ist aber bei grösseren Werbenetzwerken schwierig und kommt schlussendlich einem Katz und Mausspiel zwischen Adblocker und Werbenetzwerk gleich. Einige Seiten versuchen AdBlocker zu detektieren und zeigen dem Endbenutzer dann einen Warnhinweis an, appellieren an seine Loyalität den Werbeblocker abzuschalten(zb bei tvshack hab ich das mal beobachtet). Eine Beschreibung der Vorgangsweise der Erkennung von installierten Werbeblockern findet sich bei thepcspy (Javascript Test auf Höhe eines iFrame, in das eine Google Werbung geladen wird. Wenn = 0, dann Werbeblocker), eine Demo der Detection und Warnhinweis findet sich unter adblock.org
Grundsätzliche Technologien und Produkte
Im Internet Explorer werden die Werbeblocker auf Basis der Browser Helper Objects implementiert. Im Firefox basieren sie auf den Gecko Content Policies. Im Webkit hab ich mir die dahinterliegende Technologie noch nicht angesehen.
Hier eine Liste der Werbeblocker ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Admuncher
- URL: http://www.admuncher.com/
- Black / Whitelisting von Hostnamen, Pfaden, etc
- Generelle (*ad*) und spezielle Filteregeln (tradedoubler.com/*)
- Regeln für Sourcecodeeinbringung in spezielle Sites (css hacks)
- Zentral verwaltete Listen
- Eigene Listenerweiterungen definierbar
- Meldungen über Advertisement-Sites durch User an Admuncher Redaktion
- Admuncher kann durch Proxy alles (In IE und Moz Browser, Email-Client, Images, Flash, Textads von Hosts) mit einer hohen Trefferquote (zb. Javascript-Erzeugung von URL’s hat keinen Einfluss) filtern
Quero
- URL: http://www.quero.at/
- Reagiert auf Wörter wie „banner“ in Image Namen
- blockt ALLE Flash Objects, nicht nur spezielle von Adserver
- schreibt HTML-Datei um (HTMLFilter), kommentiert verdächtige IMG-Links aus
- Sehr schwache Implementierung, keine hohe Trefferquote mit angewandten Verfahren möglich (zumindest Stand 2007)
- Seit Ende 2009 Open Source (GPLv3)
IE7Pro
- URL: http://www.ie7pro.com/
- White / Blacklisting
- Blacklist stark Keywordbasiert (ad*, adbot*, etc)
- für IE6, IE7 und höher
Adblock IE
Adblock / Adblock Plus
- Baut auf öffentliche Filterlisten auf
- Automatische Aktualisierung
- MPL (Mozilla Public License) License











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